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DOKUMENTATION UND PRÄSENTATION DREIDIMENSIONALER OBJEKTE

Kinder hinterlassen nicht nur Spuren auf zweidimensionalem Papier. Sie basteln und bauen auch mit gesammelten, gefundenen und weggeworfenen Materialien. Dabei entstehen neue Gegenstände, Spiele, Gebäude, Werkzeuge, Fantasie-Modelle oder Wunsch-Objekte. Im Gegensatz zu malerischen und zeichnerischen Ergebnissen stellt sich dabei die Frage, wie man dreidimensionale Gebilde dokumentiert und präsentiert. Neben foto- und videografischen Möglichekeiten existiert auch die Möglichkeit, mithilfe von 'Photogrammetrie' oder '3D-Scanning' die gestalteten Werke dreidimensional zu erfassen. Der Vorteil, der sich dadurch ergibt, liegt in der frei steuerbaren Ansicht durch die Betrachter*innen.

 
Auf diese Weise erfasste 3D-Ansichten lassen sich auf der Plattform 'Sketchfab.com' integriereren und zur Verfügung stellen.Selbstverständlich ersetzt eine 3D-Ansicht in Forschungszusammenhängen nicht die Erhebung des Entstehungsprozesses sowie damit einhergehender Interaktionen.
 
 
Das oben stehende Beispiel zeigt einen gebastelten Fernseher von Marie 3;10 Jahre, den sie zum Spielen verwendete. Die Knöpfe oben rechts dienen zum Umschalten des Senders/des Programms. Die mit Tesafilm eingeklebten Zeichnungen können umgeblättert werden und stellen die unterschiedlichen Sender/Prorgramme dar. Marie nahm während dem Spielen in Personalunion drei unterschiedliche Rollen ein, indem sie zwischen erstauntem Publikum, Schauspielerin im laufenden Fernsehprogramm sowie ihr selbst als bastelnde Marie hin- und herwechselte.
 
Theresa Martinetti, Raphael Spielmann
 
 
 
 

KINDERZEICHNUNGEN IM WWWKinderzeichnung von Erwachsenen als digitale Fotoarbeit auf Instagram umgesetzt

Kinder hinterlassen ihre Zeichen im Alltag überall und Erwachsene streuen diese gelegentlich auch in das World Wide Web. Der bildkulturelle Umgang mit Kinderzeichnungen im www ist lebendig. Zahlreiche Kinderzeichnungen werden dort für verschiedene Zwecke öffentlich zugänglich gemacht und können frei betrachtet werden. Eine Ressource an Kinderzeichnungen und ein Bildumgang, der auch für die Kinderzeichnungsforschung interessant sein könnte: Im besten Fall werden diese Kinderzeichnungen archiviert und landen nicht im (digitalen) Papierkorb. In einer Zeit, in der die Archivierungen von Kinderzeichnungen, trotz intensiver Bemühungen einzelner (siehe Links > Archive), noch in den Kinderschuhen steckt, scheint es sinnvoll, Links, unter denen Kinderzeichnungen veröffentlicht sind, zu sammeln (siehe Links > Kinderzeichnungen im www). Abbildung rechts: Kinderzeichnung von Erwachsenen als digitale Fotoarbeit auf Instagram umgesetzt.                                      

 

"Kinderzeichnungen dürfen kein Schattendasein fristen. Sie gehören zu unserem Bildgedächtnis."
Anna Lehninger (Pestalozzianum), Zürcher Zeitung

Theresa Martinetti

 

 

GEZEICHNET. DIE «BUCHENWALDKINDER» AUF DEM ZUGERBERGAusstellung Burg Zug

Ausstellung Burg Zug

Ausstellung Museum Burg Zug > Archiv 2019

21. November 2018 bis 31. März 2019

Forschungsprojekt Institute for the Performing Arts and Film (IPF) Zürich

Manuel Fabritz, Zürcher Hochschule der Künste (hdk)

Das auf dem Zugerberg gelegene Jugendheim "Felsenegg", das heutige Institut Montana, diente im Sommer 1945 als Aufenthaltsort für Kinder und Jugendliche, die aus dem befreiten Konzentrationslager Buchenwald vom Schweizerischen Roten Kreuz zur Erholung in die Schweiz gebracht wurden. Um einen Teil dieser Geschichte einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, werden die Spuren dieser sogenannten "Buchenwaldkinder" in der Ausstellung «Gezeichnet» im Museum Burg Zug gezeigt.

>>> Download Ausstellungsflyer

 

 

 

100 JAHRE BAUHAUS – UND DIE BEZÜGE ZUR KINDERZEICHNUNG

5.09

 

Bauhaus-Experte Prof. Dr. Rainer K. Wick widmet sich in »Hans Friedrich Geist und die Kunst des Kindes« den Zusammenhängen zwischen der Kinderzeichnung und dem Bauhaus.

Im Internet stieß Wick auf ein Konvolut von 234 originalen Schülerarbeiten in verschiedenen Techniken. Er selbst und Dieter Heller widmen sich sowohl den Kinderzeichnungen, als auch der Person Hans Friedrich Geist (1901-1978), in dessen Unterricht die Zeichnungen entstanden.

Hans Friedrich Geist, Kunsterzieher und Autor, ließ sich von den Bauhauskünstlern inspirieren. Insbesondere Paul Klee verehrte er: »Ich wurde gut geführt, vor allem durch Paul Klee, der nicht nur ein großer Künstler war, sondern ein überlegener Pädagoge.« (Hans Friedrich Geist, in: Jonas Geist: Das Pathos der Distanz, S. 36)

>>> Heller Dieter: Schülerarbeiten aus dem Unterricht von Hans Friedrich Geist

>>> Wick, Rainer K.: Hans Friedrich Geist und die Kunst des Kindes

 

 

Online-Veröffentlichung – Hans-Günther Richter: Die Kinderzeichnung

Cover RichterMit freundlicher Genehmigung der Familie Richter sowie des Cornelsen-Verlags veröffentlichen wir auf Kinderzeichnung.de das Standardwerk von Hans-Günther Richter: »Die Kinderzeichung. Entwicklung • Interpretation • Ästhetik«

 

Es handelt sich dabei um die zuletzt veröffentlichte Version. Das Inhaltsverzeichnis ist interaktiv und der Text ist mit STRG+F (Windows) durchsuchbar.