Term Main definition
Pantomimische Bewegungsdarstellung/symbolische Motorik

Sonderform des Aktionszeichen. Es handelt sich dabei um einen pantomimischen Zeichenakt (Mühle 1971 , Seite 72). Das heißt: das Kind vollzieht eine reale Bewegung in der Zeichnung nach. So wird z. B. das Stechen einer Mücke nachgeahmt, indem das Kind mit einem Stift in das Blatt Papier sticht. "Als Beobachter hat man in solchen Fällen deutlich den Eindruck, dass hier die Zeichenbewegung Darstellungsfunktion hat." (Muchow 1926, S. 94)
Der von Georg Schliebe hierfür verwendete Begriff der motorischen Symbolik wird als missverständlich beschrieben (Mühle, 1971, S.72), denn inzwischen hat die Semiologie den Begriff der Symbolik in einer präzisen Weise definiert, nach welcher der von Schliebe verwendete Begriff den Sachverhalt nicht erfasst. Weiterhin wird In der Psychotherapie motorischen Symbolik in der Bedeutung einer negativen Magie verwendet, die ein Ereignis oder eine Handlung ungeschehen machen will.

Profilwende

Bezeichnet die Entwicklung der Gesichtsdarstellung vom En Face zum Profil. Die Übergangsphase ist von dem sogenannten gemischten Profil gekennzeichnet. Folgende Unterscheidungen sind bekannt:

  • Einfacher Volltyp, bei welchem alle Merkmale des Gesichts in der anatomischen Zahl vorhanden sind, aber teils zum Profil tendieren, bzw. bereits die endgültige Profilstelle einnehmen, während die anderen Teile noch dem En-Face verhaftet sind;
  • Doppelter Volltyp, bei dem ein Merkmal zweifach auftritt;
  • Einfacher Auslassungstyp, bei welchem ein Merkmal fehlt;
  • Doppelter Auslassungstyp, bei welchem zwei Merkmale fehlen.
  • Das Zentralauge, bei welchem sich meist in der En-Face-Darstellung aber auch bei Mischformen das Auge auf der Mittelachse liegt.(Mühle 1975, S. 63) ff